Was kostet eine Website?
Nicht selten sind Kunden, die eine neue Website benötigen oder diese erweitern lassen möchten, von den anfallenden Kosten für ihr Webprojekt überrascht. Wenn man mit einer Agentur zusammenarbeiten möchte, sind Preise für Unternehmensseiten von mindestens 5.000 – 10.000 Euro zu erwarten und können je nach Umfang auch ein Vielfaches höher sein.
Warum das so ist und welche Leistungen du für dein Unternehmen dafür bekommst, erfährst du in diesem Artikel.
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Themen in diesen Artikel
- Warum sollte man mit einer Agentur zusammenarbeiten
- Organisation mit Projektmanagement
- Workshop für Konzept und Angebotserstellung
- Grob- und Feinkonzept für das Design
- Die Content-Produktion
- Umsetzung des Designs und Einbau des Contents
- Einbau von Features und Funktionen
- Gute Content Management-Systeme
- Gängige Shoplösungen
- Umsetzung für mobile Endgeräte
- Das richtige Hosting
- Testing, Go-live
- Betreuung und Support nach Website-Erstellung
- Achja, die Suchmaschinen
- Fazit
Warum sollte man mit einer Agentur zusammenarbeiten
Zugegeben, in einer Welt von Baukastensystemen und Websites von der Stange kann man sich schon darüber wundern, warum die Agenturpreise so teuer sind.
Blickt man aber etwas genauer hin, gibt es gute Gründe, warum man sich besser für eine Agentur entscheiden sollte. Denn gerade wer eine ganzheitliche Betreuung oder ein individuelles Design sucht, wird bei Projektpreisen unter 5.000 Euro selten glücklich werden.
Selbiges gilt, wenn man für seinen Onlineshop angepasste technische Komponenten sucht. Diese müssen in der Regel per Hand angepasst bzw. programmiert werden und kosten daher zwangsläufig mehr.
Organisation mit Projektmanagement
Ab einem gewissen Umfang ist es ratsam einen Projekt-Manager einzusetzen. In Agenturen ist dieser auf Grund der internen Strukturen meist automatisch eingeplant und sowohl für den Kunden als auch für das Agentur-Team eine große Erleichterung.
Neben den buchhalterischen und bürokratischen Themen kümmert sich der Projekt-Manager z.B. um die Vermittelung zwischen Agentur und Kunde, das Einhalten und Planen von Deadlines, die Organisation von externen Leistungen und die Auf- und Vorbereitung von Inhalten und Feedback.
Die Kosten für das Projektmanagement richten sich prozentual nach dem Gesamtvolumen des Auftrages und liegen in der Regel zwischen 10 – 20%.

Das Vorgehen einer Agentur
Agenturen haben in der Regel feste Abläufe für die Entwicklung von Websites. Diese haben sich im Alltag bewährt und sollen ein bestmögliches Ergebnis garantieren.
Workshop für Konzept und Angebotserstellung
Vor einem Workshop gibt es in der Regel bei Agenturen ein erstes Kennenlerngespräch (ein kostenloses Akquisegespräch). Hier wird der grobe Rahmen des Projekts besprochen, man tauscht sich über Wünsche und Ziele aus und der Kunde erhält eine erste Kosteneinschätzung.
Ist der Kunde mit dem Vorgehen und den ersten Informationen einverstanden, startet das Website-Projekt dann mit einem ein- bis zweitägigen Workshop. An diesen Tagen lernen sich Auftraggeber und Agentur noch etwas besser kennen und sprechen über die genauen Anforderungen an das Webprojekt.
In der Regel wird der Workshop von einem Projektmanager geleitet, der den Kunden anschließend betreuen wird. Je nach Umfang des Projekts kommen dann noch Spezialisten aus den Bereichen Webdesign, Marketing und Programmierung hinzu.
Der Sinn eines Workshops ist, dass alle Beteiligten so früh wie möglich zum Webprojekt abgeholt werden. Der Aufwand zum Workshop wird bei Agenturen entweder im nachfolgenden Angebot mit eingepreist oder es erfolgt hierzu eine separate Rechnung.
Üblicherweise erhält der Kunde die Ergebnisse des Workshops in Form einer Präsentation. Diese Präsentation beschreibt die Ziele und Anforderungen an das Webprojekt und den genauen Ablauf bis zur Fertigstellung.
Nach dem Workshop wird ein individuelles Angebot erstellt. Üblicherweise enthält es:
- Eine Beschreibung der gewünschten Anforderungen
- alle anfallenden Aufwände inkl. Kosten
- Zusätze wie AGBs
Nachdem der Kunde das Angebot erhalten und diesem zugestimmt hat, startet die Konzeptionsphase.
Grob- und Feinkonzept für das Design
Egal, ob eine neue Website erstellt oder diese um neue Funktionen oder Inhalte erweitert werden soll, bei einer professionellen Website-Erstellung folgt nun ein Grob- und Feinkonzept.
Das Grobkonzept
Im Grobkonzept werden die neuen Seiten erstmal strukturell aufgebaut und visualisiert. Für fehlende Texte und Bilder nutzt man vorläufige Blindtexte und Musterbilder. Neue Funktionen wie z.B. Pop-ups, Button oder Kontaktformular werden mithilfe von Platzhaltern dargestellt.
Zur Erstellung des Grobkonzepts gibt es verschiedene Programme, die kollaboratives Arbeiten vereinfachen. Weit verbreitet sind hierbei z.B. Adobe XD, Figma, oder Sketch. Nachdem die Agentur die Mockups und Designs erstellt hat, werden dir diese als Kunde per Link zur Verfügung gestellt.
Mithilfe von Kommentaren kannst du dann direkt in der Datei deine Änderungswünsche anmerken. Da alle Beteiligten mit derselben Datei arbeiten, erleichtert das die Kommunikation ungemein und verhindert unnötige Korrekturschleifen.
Das Feinkonzept
Nachdem die Webagentur dein Feedback erhalten hat, wird das Feinkonzept erstellt. Im Feinkonzept werden die Korrekturen eingearbeitet und alle gewünschten Inhalte und Funktionen visualisiert.
Zudem werden die neuen Inhalte so platziert und mit Informationen versehen, dass ein Programmierer das Ganze dann technisch umsetzen kann.
Abschließend wird das Feinkonzept dann nochmals seitens des Kunden gegengecheckt und freigegeben.
Die Content-Produktion
Die Content-Produktion ist ein eigener Baustein bei der Webseitenerstellung, die zusätzliche Kosten verursacht. Denn Werbeagenturen kaufen gewünschte Texte, Bilder, Grafiken oder Videos bei externen Partnern ein oder fertigen diese selbst an (bei großen Agenturen).
Wenn Texte seitens des Kunden geliefert werden, ist das zwar kostensparend, aber leider fallen oftmals noch Feinschliff-Arbeiten am Text an, damit das Ganze rund klingt. Zudem macht es Sinn, die wichtigsten Seiten eines Onlineshops bzw. einer Website hinsichtlich SEO zu optimieren.
Bei mehrsprachigen Websites arbeiten Agenturen mit Übersetzungsbüros zusammen, sofern der Kunde nicht schon selbst die Übersetzungen liefert. Rechnet man nun alle Aufwände zusammen, dann musst du im Bereich der Texterstellung und Übersetzung schon gerne mal 2.000 bis 4.000 Euro je nach Projektvolumen einkalkulieren.
Eine Agentur bedeutet Netzwerk
Auch eine Agentur liefert nicht immer alle Leistungen direkt aus dem Haus, sondern wird oft durch externe Partner erweitert. Für den Kunden gibt es durch das Projektmanagement trotzdem nur einen Ansprechpartner.

Umsetzung des Designs und Einbau des Contents
Nachdem das Feinkonzept fertiggestellt und von dir freigegeben wurde, startet die eigentliche technische Umsetzung der Website. Grundsätzlich lässt sich hier feststellen, dass eine Unternehmensseite deutlich weniger aufwändig ist als ein Onlineshop.
Die Gründe hierfür liegen klar auf der Hand. Ein mittelgroßer Onlineshop besitzt meist schon mehrere hundert Produkte. Rechnet man hierzu noch Kategorieseiten, alternative SEO-Kategorieseiten, Kaufprozessseiten und informative Seiten (beispielsweise für ein Magazin oder Blog) hinzu, dann kommt man schnell auf über 1.000 URLs mit Inhalten.
Neben der rein technischen Programmierung der Website muss auch noch der neue Content eingepflegt werden. Je nach System und Komplexität der einzelnen Seiten braucht ein erfahrener Contentmanager ein bis zwei Stunden pro Seite.
Einbau von Features und Funktionen
Wie bereits erwähnt, können Webprojekte aufgrund des Seitenumfangs schnell groß und komplex werden. Grundsätzlich sollte man daher nur mit Agenturen zusammenarbeiten, die mit gängigen Systemen arbeiten und im besten Fall spezialisiert für das gewünschte System sind.
Gute Content Management-Systeme
Für eine Vielzahl an Website-Projekten bieten sich Content-Management-Systeme (auch CMS genannt) wie WordPress, Contao oder Joomla an, wobei WordPress mit 65% Marktanteil die Nase weit vorn hat.
Für komplexe Website-Netzwerke und Enterprise-Lösungen gibt es weitere System, wie z.B. Typo3, das auch mit mehreren tausend Unterseiten fertig wird. Der Betreuungsaufwand ist allerdings nicht vergleichbar und auch die Anzahl an Experten-Agenturen ist geringer.
Auch wenn die System in der Regel kostenfrei sind, so fällt für die Einrichtung und Administration trotzdem Aufwand an, der je nach Projektumfang sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Gängige Shoplösungen
Und auch im Bereich der Onlineshops gibt es gute Software, die einen individuellen und ansprechenden Onlineshop möglich machen. So nutzen Agenturen bei kleinen Onlineshops gerne WordPress mit dem als Plugin verfügbaren WooCommerce oder die unabhängige Software Shopify. Bei größeren Projekten kommen dann CMS wie Magento oder Shopware zum Einsatz.
Die Kosten bei einem Shop sind ohne genaue Anforderungen kaum realistisch einzuschätzen und können mit den gewünschten Funktionen und Anbindungen bzw. Automatisierungen stark variieren.

Warum ist die Kundengröße entscheidend bei der Angebotsgestaltung
Das ist ein kontroverser Punkt, nach dem wir immer wieder gefragt werden. Wir haben die Gründe daher ausführlich in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
Individuelle Lösungen
Alle genannten Systeme sind vom Grundsystem kostenlos und werden von vielen Kunden genutzt. Der Vorteil für dich: Die Systeme haben sich bewährt und es gibt in der deutschen Agenturlandschaft viele Agenturen, die dir professionellen Support anbieten können.
Allerdings bieten die Open Source-Lösungen immer nur ein Grundsystem. Spezielle Features oder Funktionen müssen entweder als Plugin dazugekauft oder in der Agentur programmiert werden. Ähnlich verhält es sich mit den Design-Templates, wo wir aber im Fazit nochmal etwas genauer darauf eingehen werden.
Umsetzung für mobile Endgeräte
Ein weiterer Faktor für eine gute Website ist ein responsives Design. Ist deine neue Website auch auf dem Tablet und Smartphone gut lesbar und einfach zu bedienen?
Ist das nicht der Fall, kann das im schlimmsten Fall bedeuten, dass potenzielle Kunden einen Onlineshop oder Website sofort wieder verlassen.
Umso wichtiger ist es, dass das Thema sauber konzipiert und umgesetzt wird. Sollte das Thema im Workshop gar nicht auftauchen, dann suche dir besser eine andere Agentur!
Das richtige Hosting
Auch das Hosting verursacht Kosten. Ein guter Hoster garantiert nicht nur schnelle Abrufzeiten, sondern bietet auch professionellen Support an. Je größer der Traffic auf der Website oder im Onlineshop ist, desto wichtiger ist der Support.
Man stelle sich mal vor, dass der Server für einen Online-Shop wie Zalando für einen Tag nicht erreichbar wäre. Der wirtschaftliche Schaden wäre immens.Deshalb sollte man sich als Unternehmen immer für einen professionellen Provider entscheiden. Auch wenn das bedeutet, dass man statt 5 Euro 25 Euro im Monat für das Hosting bezahlen muss.
Testing, Go-live
Nachdem nun die Website fertiggestellt und alle Inhalte eingepflegt wurden, folgt die Testingphase. Hier wird die Website genauestens auf Fehler gecheckt.
Bei guten Agenturen wird niemals direkt am Live-System gearbeitet. Üblicherweise gibt es eine Stage-Version der Website. Erst, wenn diese fehlerfrei ist und der Kunde die Freigabe erteilt, wird die Seite live gestellt.
Hört sich einfach an, ist es aber nicht. In der Praxis kann das Testing mehrere Tage dauern, da die Website sowohl von der Agentur aber auch vom Auftraggeber ausgiebig geprüft wird.
Betreuung und Support nach Website-Erstellung
Auch nachdem die Website erstellt ist, fallen weiterhin Arbeiten an. Denn das gewählte CMS muss regelmäßig aktualisiert werden. Nur so bleibt die Website sicher und auf dem neuesten Stand. Aber warum ist die Aktualisierung so wichtig?
Oftmals sind in einem System wie WordPress und Co. noch weitere Fremdtools und Plugins integriert. Aktualisiert man diese nicht, können unerwartete Fehler auftreten. Im schlimmsten Fall kann das bedeuten, dass die Website nicht mehr funktioniert.
Zudem sollte der Content in regelmäßigen Abständen aktualisiert oder erweitert werden. Besonders hinsichtlich SEO kann man auf diese Weise mehr Nutzer auf die Website bringen.
Eine gute Agentur sollte dir daher immer ein Wartungs- und Betreuungsangebot machen, das die eben erwähnten Punkte beinhaltet. Größe und Umfang des Pakets richten sich in der Regel nach der Projektgröße.
Achja, die Suchmaschinen
Seien wir ehrlich, wir wollen alle auf die erste Seite der Suchergebnisse. Um dort zu landen, gibt es allerdings einige Fragen, die wir klären und realistische Ziele, die wir uns setzen sollten. Vorallem ist das Thema nicht einmalig zu betrachten, denn die Konkurrenz schläft nicht. Eine neue Unternehmens-Website mit wenigen Unterseiten wird es schwer haben gegen langjährige Mitbewerber zu bestehen.
SEO ist heute sehr vielschichtig und sollte über alle Kanäle hinweg betrachtet werden, dazu gehören auch die Social Media-Kanäle und Suchmaschinen-Anzeigen, mit denen ganz andere Hebel in kürzerer Zeit möglich sind.
Es gilt nach wie vor Content is King, weshalb es darum gehen sollen, auf allen Kanälen vielseitigen und guten Inhalt zu produzieren.
Kostenersparnisse
Bei uns kannst du aktiv an der Angebotsgestaltung mitwirken und so deine Kosten etwas senken. Besuche gerne unseren Preiskalkulator und lass dir anschließend ein individuelles Angebot anfertigen.

Fazit
Ein wichtiger Punkt bei der Kostenkalkulation ist die richtige Wahl des Templates. Gerade unter WordPress gibt es viele fertige Templates/Themes, die kostenlos angeboten werden. Und das ist auch der Grund dafür, warum es jede Menge Solo-Webdesigner gibt, die für kleines Geld fertige Websites von der Stange anbieten können.
Für das ein oder andere Website-Projekte mag das reichen, aber eines wird dabei gerne vergessen: Alle Unternehmen wachsen, auch Start-ups. Und dann kommt man mit einem fertigen Website-Template schnell an seine Grenzen hinsichtlich Funktion und Designmöglichkeiten. Das bedeutet dann oft, dass eine neue Website her muss.
Deswegen empfiehlt es sich, von Anfang an mit einer Agentur zusammenzuarbeiten und sich eine individuelle Website bauen zu lassen. Diese kann nach einigen Jahren einfach erweitert und entsprechend den anfallenden Bedürfnissen optimiert werden.
